Wenn eine Diagnose alles verändert, werden Entscheidungen existentiell
22. Januar 2026
Im Rahmen der Filmreihe «Voller Leben – Sterben, Tod und Trauer im Dialog» haben palliative bern und die Krebsliga Bern dazu eingeladen, sich mit zentralen Fragen unseres Lebens zu beschäftigen.
Am 15.01.2026 haben wir bei
«Supernova» im Kino Scala in Langenthal genau darüber gesprochen.
Über Autonomie, Würde und Kontrolle.
Nicht theoretisch. Sondern aus der Perspektive von
Menschen, die wissen, dass sich Fähigkeiten verlieren werden. Und von
Angehörigen, die lernen müssen, mit dieser Realität umzugehen.
Der Film macht sichtbar, was im Alltag oft verdrängt
wird:
Entscheidungen werden dann besonders schwer, wenn sie
nicht mehr beliebig aufschiebbar sind. Wenn Zeit, Klarheit und
Handlungsspielraum begrenzt sind.
Im Podiumsgespräch mit Karin
Moser und Darka
Floric wurde
deutlich:
Autonomie bedeutet nicht grenzenlose Freiheit.
Sie bedeutet ernst genommen zu werden.
Würde zeigt sich nicht in grossen Gesten, sondern im
Alltag.
Und Kontrolle ist oft weniger eine Frage von Handlungen
als von Haltung und Begleitung.
Genau hier wird Palliative Care relevant.
Nicht am Ende. Sondern dort, wo Menschen beginnen, sich
bewusst mit einer Erkrankung auseinanderzusetzen. Wo Gespräche möglich sind,
Beziehungen tragen müssen und Entscheidungen geteilt werden sollten.
Diese Themen brauchen Raum. Früh. Klar. Ohne
Ausweichen.
Und wir werden ihn weiter öffnen.
Auf ein Wiedersehen in Burgdorf am Donnerstag, 19.03.2026 bei «De son vivant» mit Barbara Affolter, Nicole Stutzmann und Maya Monteverde.